Glaubt man den Berichten, liegt der Erfindung der Post-It eine Fehlproduktion zugrunde. Was im Jahr 1968 ursprünglich Superkleber werden sollte, geriet für mehrere Jahre in Vergessenheit, bevor 1974 offiziell die Geburtsstunde der Post-It gefeiert wurde.
Nicht jeder Fehler, der in Unternehmen passiert, wird in weiterer Folge der Kategorie „Erfindung des Jahrhunderts“ zugeordnet. Gerade deshalb ist es wichtig, den Umgang mit Fehlern im eigenen Unternehmen zu kennen und auch zu reflektieren.

Wie geht Ihr Unternehmen mit Fehlern um?

Fehler passieren in allen Unternehmen. Es gibt natürlich Unterschiede, welche Auswirkungen Fehler auf das direkte Umfeld im Betrieb, das gesamte Unternehmen oder sogar auf die Gesellschaft haben. Das heißt: Fehler ist somit nicht gleich Fehler. Was aber der gemeinsame Nenner ist, ist der Umgang damit. 

XY ist Schuld daran! Ist es wichtig zu wissen, wer den Fehler begangen hat? Wenn ja, warum? Um womöglich dienstrechtliche Schritte einzuleiten? Oder um bedürfnisorientiert notwendige Maßnahmen zu setzen? Wenn Mitarbeiter:innen (ungewollt) Fehler begehen, liegt es dann nicht in der Verantwortung der Vorgesetzten, sie dabei zu unterstützen, dass das nicht mehr passiert?
Wie kam es dazu, dass dieser Fehler passiert ist? Ich denke, dass der Fokus genau auf diese Frage gerichtet sein muss. Nur wenn Sie sich mit den Hintergründen auseinandersetzen, können Sie zielgerichtete Handlungsfelder ableiten, um im Idealfall künftig solche Fehler auszuschließen.
Reden ist Silber, schweigen ist Gold? Es liegt in der menschlichen Natur, über Dinge zu reden. In einer positiven Fehlerkultur ist daher die Aktion der Reaktion (infolge von z. B. Gerüchten) vorzuziehen. Fehler einzugestehen, egal ob der / die betreffende Mitarbeiter:in, die Führungskraft oder die Unternehmensleitung aktiv den Fehler anspricht, zeugt von Stärke und Selbstreflexion.

Umgang mit Fehlern = Verantwortung übernehmen

Fehler sind unangenehm. Betrachten wir das Thema ganz menschlich: Wenn uns ein Fehler unterläuft, versetzt uns das in eine enorme Stress-Situation. Entweder, wir entdecken den Fehler selbst – und müssen diesen dann „gestehen“, oder wir werden von Kolleg:innen oder Vorgesetzten darauf aufmerksam gemacht. Das Ergebnis ist ein emotionaler Cocktail aus Scham, Unsicherheit, Überforderung, Schuldgefühlen, vielleicht auch Wut und defensives Verhalten. 

Wenn alle Beteiligten es schaffen, die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, die vorhandenen – meist negativen – Emotionen zu akzeptieren und gleichzeitig auch zur Seite zu stellen, dann ist es möglich, verantwortungsvoll mit Fehlern umzugehen und sachlich Lösungen zu erarbeiten.

Kommunikation = das A & O in der Fehlerkultur

Offenheit und Transparenz sind wichtig, wenn es um den Umgang mit Fehlern geht. Wird offen und ehrlich darüber gesprochen, kann das viele positive Auswirkungen haben:
Vorbildwirkung, wenn z. B. eine Führungskraft einen Fehler eingesteht.
Ideenpool, wenn die Mitarbeiter:innen die Chance haben, an der Lösung mitzuarbeiten. 
Weiterentwicklung, indem sich alle Beteiligten mit dem Fehler auseinandersetzen und voneinander lernen.

Sehen wir Fehler als Chance, um daraus zu lernen!

Sind Fehler unangenehmen, zeitraubend und meist sogar kostenintensiv? Natürlich. Sind Fehler eine Chance, um persönlich und auch als Unternehmen daran zu wachsen? In jedem Fall. Wir können lernen, mit Fehlern positiv umzugehen und dabei die negativen Emotionen beiseite lassen, die Kommunikation im Unternehmen transparenter gestalten und Handlungsfelder ableiten, die uns im zukünftigen Umgang mit Fehlern unterstützen.
In diesen Prozessen unterstütze ich Sie und Ihre Mitarbeiter:innen gerne in Form von individuellen Workshops.
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